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Theater Rutebeuf


Die Stadtverwaltung beschloss bereits 1909 den Bau eines Fest- und Versammlungssaals in der Mitte der Allées Gambetta nach den Plänen der Architekten Pierre und Louis Guidetti. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs muss auf bessere Tage gewartet werden, um die Baustelle in Angriff zu nehmen. Nach dem Krieg wurden die Pläne zwei neuen Architekten anvertraut: P. Nouret und N. Chimkevivtch.

Der Stadtsaal wurde 1925 mit einer Ballettaufführung der Schulen von Clichy eingeweiht.

Das auf einer durchquerenden Parzelle (von den Allées Gambetta zur Rue Barbusse) errichtete Gebäude bietet ein zweifaches Gesicht. Zur Seite der Allées Gambetta zeigt ein elegantes Gebäude aus Quadersteinen mit einer neoklassischen Fassade, die mit drei großen, mit Girlanden, Blumensträußen un

d Füllhörnern verzierten Arkaden geschmückt ist. Zur Rue du Bois - der jetzigen Rue Henri Barbusse - hin ist die Fassade schlichter, aus Ziegeln mit großen Fensteröffnungen, die dem Gebäude ein strenges und effizientes Aussehen verleihen.   Dort waren damals die Polizeidienststelle und die Stadtbibliothek untergebracht. Im Erdgeschoss befanden sich die Garderoben der Schauspieler, während der Festsaal zu den Allées Gambetta zeigte.

Théâtre Rutebeuf

1967 wurde der Saal modernisiert, renoviert und schalldicht gemacht, um mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten. Der mit der Uraufführung des Balletts Coppélia von Léo Delibes eingeweihte Saal erhielt 1968 den Namen Theater Rutebeuf als Hommage an den mittelalterlichen Dichter, der die Gewohnheit hatte, auf dem Gebiet von Clippiacum (Clichy) durch den Wald von Rouvray - dessen letzter Überrest der Bois de Boulogne ist - zu spazieren. Die an diesem Ort aufgestellte Statue des Minnesängers - eine Bronzefigur von Rivet, die aus dem Rathausfoyer stammt - wurde beim ersten Salon de Printemps in Clichy-la-Garenne prämiert.            
Nach dem Verschwinden der Kinosäle aus der Stadt wurde der gesamte Komplex 1980 restauriert und zu einem Mehrzweckkomplex umgebaut, in dem es möglich ist, Filme vorzuführen. Das Polizeirevier und die Stadtbibliothek weichen dem städtischen Konservatorium Léo-Delibes. Bei diesem letzten großen Umbau wurde die herrliche Decke des großen Foyers im Art Deco-Stil wieder freigelegt. Das Konservatorium verließ das Gebäude 2009.

 
 
 
   
 
 

 


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